Leitsätze

Seit über 52 Jahren beschäftigt sich der aktive Firmeninhaber und sein Team mit der verfahrenstechnisch richtigen Aufbereitung verschiedener Schüttgüter – zunächst in der Beton-, Kalksandstein-, Bims-, Leca-, Schamott- und Blähton-Industrie und seit 48 Jahren auch in der Gießerei-Industrie.

 

Über all die Jahre haben sich drei Merksätze herausgebildet, die sich immer wieder bewahrheiten und bei der Optimierung und Planung von Sandaufbereitungen zur Maxime geworden sind:

 

    1. Beseitige einen Fehler dort, wo er verursacht wird

      und nicht dessen Begleit- und Folgeerscheinungen an verschiedenen, nachgelagerten Stellen im Prozess.

    2. Wie raus, so rein – wie rein, so raus

      Tun Sie alles für eine konstante Formsandzusammensetzung und eine homogene Verteilung der Bestandteile (Verhältnis von Altsand, Neusand, Bentonit, C-Trägern, Schlämmstoffen etc.) im Sandkreislauf!? (heute eine der häufigsten und meist unterschätzten Problemstellungen in modernen Giessereien).

    3. Soll der Formsand an einer bestimmten Stelle im Prozess eine bestimmte Anforderung haben, dann muss er auch dort kontrolliert und ausgeregelt werden

      Wie sonst wollen Sie sicherstellen, dass genau an dieser Stelle die Schwankungsbreite relevanter Qualitätsparameter minimal ist?

 

Die konzeptionelle Grundidee, die Michenfelder daraus entwickelt hat, ist die kontinuierliche Wiederherstellung der Formsandqualität im Sandkreislauf. Vom Ausschlagrost zum Sandkühler, vom Altsandsilo zum Fertigsandmischer und von dort zu den Sandprüfsystemen für die Überwachung der mechanischen Sandeigenschaften direkt an der Formmaschine. Von Station zu Station reduzieren die vernetzten FoMaSys-Module schrittweise die Schwankungsbreite der Sandquälität bis zur Formmaschine. Dieser Prozess nennt sich TRICHTERUNG. Genau dort, wo dem Formsand höchste Leistung abverlangt wird und beste Fließeigenschaften gefordert sind, stellt FoMaSys vollautomatisch eine konstante Verdichtbarkeit mit einer auf ein Minimum reduzierten Schwankungsbreite sicher. Nicht irgendwo im Sandkreislauf, nicht irgendwann während der Aufbereitung, sondern direkt an der Formanlage.

 

Vor diesem Hintergrund, sollte sich jeder in dieser Branche, d.h. sowohl Gießer, Produktionsverantwortliche aber auch Anlagenbauer einmal folgende Fragen stellen:
 

(1) Was bringt der Sandaufbereitung z.B. ein Sandkühler, wenn der Sand diesen mit einem Feuchtegehalt von unter 1,7-1,8% verlässt und dieser dann anschließend 1-2 Stunden ohne zu mauken bzw. aufzuschließen „wie tot“ im Silo liegt?

Sie müssen zugeben: nicht genug! Das ist verschenktes Potential, denn der Kühler sollte mehr können als nur Kühlen. Aus Furcht vor den Konsequenzen ein Überfeuchtung durch zu große Schwankungen sicherheitshalber zu trocken aus dem Kühler fahren, ist typisch für andere Regelsysteme. Michenfelder ist in der Lage alle Multi-Cooler, Fließbettkühler und Chargenkühler im Ausgangsfeuchtebereich zwischen 2-3% mit einer reproduzierbaren Genauigkeit (Präzision) von ±0,05-0,2% in der 1. Standardabweichung zuverlässig auszuregeln. So wird aus einem Kühler ein Sandregenerator. Ein erster wichtiger Schritt, um nach 1-2 Stunden Maukzeit im Silo und guter finaler Aufbereitung im Mischer schließlich an der Formmaschine eine fließfähigen Formsand zu erhalten, ist damit getan.

 

(2) Was bringt der Sandaufbereitung z.B. eine konstante Verdichtbarkeit am Mischerausgang, wenn diese sich – verursacht durch zahlreiche sich verändernde externe Einflussfaktoren und interne dem Mischprozess nachgelagerte Reaktionen – bis zur Ankunft an der Formmaschine wieder zwischen 2% und 12% verändert und zwar losgelöst von jeder faktischen Kontrolle?

Sie müssen zugeben: nicht viel! Führen Sie sich vor Augen, dass das Michenfelder-Konzept eine konstante Verdichtbarkeit dort garantiert, wo es wirklich darauf ankommt – an der Formanlage!